Emissionshandel in der Kritik

Klima, 01.04.2026

Steht das EU-ETS vor einer „Nachjustierung“?

Das europäische Emissionshandelssystem (ETS) steht zunehmend in der Kritik. Das ETS ist das zentrale Instrument der EU-Klimapolitik: Unternehmen erhalten eine bestimmte Menge an CO2-Zertifikaten, die sie für ihre Emissionen benötigen. Wer weniger ausstößt, kann überschüssige Zertifikate verkaufen – wer mehr ausstößt, muss kaufen. Ziel ist es, die CO2-Emissionen in der EU Schritt für Schritt zu reduzieren.

Eher kurz- als mittelfristig dürfte das System aber vor tiefgreifenden Anpassungen stehen – möglicherweise schon im kommenden Sommer. Offiziell dürfte dies als „Nachjustierung“ kommuniziert werden.

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Hintergrund ist die aktuelle Energiekrise und der wachsende Wettbewerbsdruck auf die Industrie. Zwar gibt es bereits Ausnahmen für besonders energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie, doch das ETS funktioniert in seiner bisherigen Form nicht mehr zuverlässig. Die Sorge: Eine zu starke Belastung der Wirtschaft könnte Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa ernsthaft beeinträchtigen.

Grundlegend zeigt sich damit, wie eng Energieversorgung, wirtschaftliche Stabilität und Klimaschutz miteinander verbunden sind. Energie bildet die Basis jeder Volkswirtschaft – ihre Verfügbarkeit und Sicherheit ist eng an Wachstum gekoppelt, die Bezahlbarkeit entscheidend für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Klimaschutzmaßnahmen wie die Reduktion von CO2-Emissionen sind nur dann nachhaltig wirksam, wenn sie global abgestimmt werden. Nationale oder rein europäische Maßnahmen allein greifen zu kurz.

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