Mikroplastik-Messreihe

aktuell, 08.10.2026

Schon in kleinsten Niederschlagsmengen wurden wir heute fündig: Im Rahmen unserer laufenden Messreihe zu Mikroplastik im Regenwasser haben wir den heutigen Niederschlag mikroskopisch untersucht – mit eindeutigen Ergebnissen.

In unserer fortlaufenden Messreihe zur Untersuchung von Mikroplastik im Niederschlag nehmen wir regelmäßig frische Regenwasserproben genauer unter die Lupe. Auch der heutige ergiebige Regen bot wieder die Gelegenheit, das Niederschlagswasser unmittelbar auf kleinste Kunststoffpartikel zu analysieren.

Für die aktuelle Analyse wurden lediglich drei Milliliter des frisch aufgefangenen Regenwassers über einen Spezialfilter filtriert und anschließend mit der Nilrot-Fluoreszenzmethode präpariert. Bei der optischen Auswertung unter Blau- bzw. UV-Anregung zeigten sich erneut charakteristische Fluoreszenzsignale von Kunststoffpartikeln.

Unter dem Mikroskop konnte dabei eine ausgeprägte, leuchtende Faser identifiziert werden. Solche Mikroplastikfasern gelangen typischerweise durch textilen Abrieb sowie atmosphärischen Transport in höhere Luftschichten und werden schließlich mit dem Regen wieder ausgewaschen. Direkt daneben zeigte sich ein stark fluoreszierendes, unregelmäßig geformtes Fragment. Diese Bruchstücke stammen meist aus dem Abrieb größerer Kunststoffgegenstände oder entstehen durch Verwitterungsprozesse in der Umwelt.

© www.donnerwetter.de

 

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Dass bereits in einer derart winzigen Stichprobe von nur wenigen Millilitern Niederschlagswasser sowohl eine Faser als auch ein Fragment nachgewiesen werden konnten, unterstreicht die kontinuierliche Belastung der Atmosphäre mit kleinsten Kunststoffpartikeln.

Wir setzen unsere Untersuchungen und die Dokumentation im Rahmen dieser Messreihe fort, um weitere Daten über die Konzentration und Verteilung von Mikroplastik in Niederschlägen zu sammeln

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