aktuell, 23.10.2026
Blick in die Zukunft: Wie sich die Anzahl an Glätteunfällen bis 2040 entwickeln könnte.
Weniger Schneetage und immer ausgereiftere Technik veränderten das winterliche Unfallgeschehen in den letzten Jahren und Jahrzehnten nachhaltig. Eine fundierte Modellrechnung zeigt verschiedene Zukunftsszenarien für den Zeitraum von 2030 bis 2040 auf.
Um die langfristigen Auswirkungen von Klimawandel und Technikentwicklung auf die Verkehrssicherheit abzuschätzen, liefert eine statistische Modellrechnung wertvolle Anhaltspunkte.
Auf Basis der Daten von 1990 bis 2025 verknüpft das Modell die Anzahl der Schneetage mit einem kontinuierlichen Risikorückgang und erklärt rund 97 % der historischen Schwankungen. Als einfache Faustregel gilt dabei: Halb so viel Schnee führt zu etwa 25 % weniger Glätteunfällen.
Unter der Annahme, dass die durchschnittlichen Schneetage von derzeit 16 auf 10 Tage im Jahr 2040 zurückgehen und das jährliche Risiko um 2,5 % sinkt – da Systeme wie ABS, ESP oder Winterreifen weitgehend ausgereizt sind –, ergibt sich eine klare Tendenz. Während der Ist-Zustand für 2025 bei etwa 4.140 Unfällen liegt, zeigt das Hauptszenario für 2030 rund 3.180 Unfälle, für 2035 etwa 2.640 Unfälle und für 2040 noch rund 2.160 Glätteunfälle.
Je nach Witterungsverlauf und Technikfortschritt sind jedoch Abweichungen möglich.
Ein starker Risikorückgang in Kombination mit nur 7 Schneetagen könnte die Zahl bis 2040 sogar auf 1.620 Unfälle senken. Ein extrem milder Winter entspräche etwa 1.470 Unfällen, während ein schneereicher Winter die Zahlen auf rund 2.880 Anstiege steigen ließe. Selbst ein historischer Ausnahmewinter wie im Jahr 2010 würde 2040 bei nur noch knapp 4.070 Unfällen liegen.
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